Pfingstlager

“Mystic Knights” – das war das Thema des diesjährigen Pfingstlagers des Gaues Alt-Burgund. Konnten sich viele darunter zuerst bńichts vorstellen, so stellte sich bald heraus, dass wir in den nächsten Tagen alle als Ritter versuchen mussten, die Gunst des Feenvolks aus Tir Na Nog und seines Königs Fin Vara zu gewinnen. Gegenüber standen sich zwei verfeindete Burgen, in die wir zunächst Stämmeweise eingeteilt wurden. Außerdem gab es mystische Ritter, die dem Elfenkönig besonders imponierten und deren Gewinn daher besonders wichtig für die Burgen war. Nachdem wir nun wussten, zu welcher Burg wir gehörten, begannen wir am ersten Abend, die Zeltburgen soweit aufzubauen, dass alle ein Dach über dem Kopf hatten. Gestärkt wurden wir mit leckerem Curry-Reis, der allen Rittern zur Vegügung gestellt wurde. Am nächsten Morgen ging es nach einem gemeinsamen Frühstück darum, dass die Burgen nicht nur bewohnbar, sondern auch prachtvoll ausgebaut wurden. Die lila Burg Temrah baute sich einen Ring aus Jurten mit Innenhof und Bannermast, die gelbe Burg Kells dagegen setzte auf viele kleinere prachtvolle Bauwerke. Tief beeindruckt vergab Fin Varra seine ersten Gunstpunkte. In der Mittagssonne stärkte alle eine Nudelsuppe, danach begann dann für beide Gruppen die harte Arbeit: Das Elfenvolk hatte uns verschiedene Aufgaben gestellt, die wir alle zu bewältigen hatten. Wir schnitzten das Ebenbild des Ritters Angus aus einer Kartoffel, machten Feuer, verwöhnten Ritterin Deidra oder stellten die Waffen der verschiedenen Ritter nach. Zwischendurch gab es immer wieder kleinere Wasserschlachten – auch mit Katapulten – oder Mystic Bulldog – Runden. Des Abends brachen von jeder Burg einige Helden auf, um eine mystische Schriftrolle zu finden, die der Schlüssel für ein sagenumwobenes Schwert war. Diese Aufgabe sollte sie die nächsten 24 Stunden in Anspruch nehmen. Diejenigen, die nicht den Mut hatten sich dieser Aufgabe zu stellen, blieben auf dem Lagerplatz, stärkten sich mit einer vorzüglich gewürzten Kartoffelsuppe nach Oma Käthes Rezept und ließen den Abend mit Liedern am Lagerfeuer ausklingen. Naja – so ganz vorbei war der Tag nun doch noch nicht. Schließlich ging es in dieser Nacht darum der anderen Burg den Lagerbanner zu klauen! So organisierten beide Burgen ihre Nachtwachen und schmiedeten Pläne für die Zeit nach dem Burgfrieden. Kurz nachdem dieser vorbei war, stürmte auch schon eine Horde gelber Mannen das Temrah-Zelt und brachten das lila Banner in ihre Gewalt. Kurz darauf waren aber im Moment des Sieges alle Bewohner von Kells so müde, dass sie sich mit ihrer Nachtwache schlafen legten und gegen 5 Uhr morgens somit auch der unbewachte gelbe Banner gestohlen wurde – heimlich, still und leise. Der nächste Morgen begann wieder mit einem Frühstück mit Kaffee und warmen Kakao. Nachdem man sich über die Geschehnisse der letzten Nacht ausgetauscht hatte, brereiteten sich die Burgen auf den Geländelauf vor. Jede Burg schickte 4 Gruppen auf den Lauf und hatte verschiedene Posten vorbereitet. Als die Gruppen des Nachmittags wieder zurück auf den Platz kamen, hatten nur die wenigsten den Proben Fin Varras bestehen können. Die meisten hatten nicht die ganze Strecke geschafft, aber doch schöne Erlebnisse auf dem Lauf gehabt. Auf dem Platz wurden sie alle mit Wassermelonen und Getränken versorgt und schließlich auch mit sehr sättigenden Käsenudeln zum Abendessen. Danach machte sich ein Teil des Gaus zu einer Späheraufnahme auf: Silke und Sören hatten ihre Späheraufgaben erfüllt und wurden sehr feierlich aufgenommen. Nachdem alle wieder auf dem Platz waren, begann das große Burgfest, an dem der Elfenkönig verkünden sollte, wer denn seine Gunst erhalte. Doch zunächst ging der Wettstreit weiter. In Schmähliedern beschimpften sich die Burgen gegenseitig aufs schärfste (“Nein, nein nicht gelb, nicht gelb, gelb steht mir nicht – oh bitte lila, bitte lila” – “Es soll sich der Mensch nicht mit lila abgeben”) und huldigten dem König Fin Varra. Dabei wurde besonders sein “nussbraunes” Haar bewundert. Außerdem hatte die Sippe Ha-Cherem aus der Siedlung Parzival ein Model-Kontest vorbereitet, bei dem so einige neue Facetten von eigentlich bekannten Personen hervortraten. Doch dann wurde verkündet, wer die Gunst von Fin Varra bekommen sollte. Ganz knapp lag das gelbe Kells vor dem lilanen Temrah. Doch Temrah zeigte sich als guter Verlierer und feierte trotzdem die ganze Nacht zusammen mit Kells bei fröhlichen Liedern am Lagerfeuer. Der nächste Morgen kam viel zu früh daher und die Müdigkeit konnte auch nur schwer mit dem Frühstück vertrieben werden. Nach einer Andacht zu den Elementen der fünf mystischen Ritter (Feuer, Wasser, Luft, Erde und Wald) ging es darum die prächtigen Burgen wieder abzubauen, das Material zu sortieren und jeglichen Müll vom Platz zu entfernen. Glücklich, aber müde fuhren wir alle nach Hause, mit viel Sonnenbrand und schönen Erinnerungen.

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