Wölflingslager

10 Stämme und ein Todesfall

Vom 27.-29.04 fand in Hesseneck-Schöllenbach das Gau-Wölflingslager statt, an dem wir mit sagenhaften 43 Leuten teilnahmen und damit ungefähr die Hälfte des Lagers stellten. Am Freitag brachen wir in einem Reisebus auf, da wir auch noch die Teilnehmer von Parzival und Johannes Gutenberg aufsammelten, passten wir perfekt in den Bus und ein großes Auto. Für die vielen Teilnehmer benötigten wir auch viele Zelte, wir hatten 2 Jurten und eine Superjurte mitgenommen. Da der Bus erst nach 8 am Lagerplatz ankommen sollte, bauten diejenigen, die mit dem Auto gefahren waren und daher früher da waren, schonmal die ersten Jurten auf, doch trotzdem waren wir erst kurz vorm Abendessen fertig, dass es dann gegen 11 gab. Sören aus unserem Stamm war dieses Jahr für die Küche verantwortlich, und schon kurz nach der Ankunft hatte sich herausgestellt, dass bei dem Material vom Gau keine Gasflaschen dabei waren. Unbeeindruckt davon wurde die Kartoffelsuppe spontan auf Feuer gekocht, was auch sehr gut gelang. Vor dem Essen gab es ein kleines Anspiel zum Thema des Lagers “10 Stämme und ein Todesfall”. Eine Leiche wurde gefunden und es galt nun, den Kreis der Verdächtigen zu befragen und den Tatverdacht zu entkräften oder zu bestärken. Kurz nach dem Essen ging es für fast alle schon ins Bett, denn für viele war es eines der ersten Lager überhaupt. Danach gab es noch eine etwas magere kleine Singerrunde, die sich dann auch relativ früh auflöste. Am nächsten Morgen erwachten die ersten Pimpfe schon vor 6 und weckten damit den gesamten Platz auf, auch einige Ältere mussten schon aufstehen, um sich um Feuer oder Heimweh zu kümmern. Währendessen konnten schon erste Indizien oder Verdächtigungen gesammelt werden, die überall auf dem Platz versteckt waren. Nach dem Frühstück wurden dann die ersten Vorbereitungen für den Lauf getroffen: Es war ein sehr heißer Tag, deshalb mussten sich alle eincremen und wir versuchten, überall noch Wasserflaschen aufzutreiben. Nach einiger Zeit ging es dann endlich los, wir stellten 4 Laufgruppen, da jede Sippe mit ihren Sippenführern lief. Auf dem Lauf gab es insgesamt 6 Posten: Wir mussten für Verfolgungsjagden trainieren, unsere Schießsicherheit mit einer Wasserpistole unter Beweis stellen, unseren Drogenspürsinn anhand von gewürzten Doppelkeksen erproben, unser Gedächtnis beim Merken von Gegenständen schulen, unserer Kreativität bei einem – natürlich kriminalistischen – Sketch freien Lauf lassen und unsere Kombinationsfähigkeit beim Black-Stories-Erraten einsetzen. Während des Laufs gab es einige Wiedersehen mit von Hajk oder anderen Lagern bekannten Stellen, außerdem durften einige Pimpfe auf einem Pony reiten. Obwohl sich einige Gruppen dank einer tollen Karte verliefen und nicht alle Posten fanden, kamen gegen Abend alle Gruppen wieder am Lagerplatz an. Fast alle kühlten sich erst mal im Bach ab oder unternahmen sogar eine kleine Schwimmtour im nahe gelegenen See. Nachdem sich alle Gruppen wieder einigermaßen erholt hatten, begann dann der spannenste Teil der Verbrecherjagd: Durch unsere Leistungen an den Posten hatten wir uns Kronkorken erspielt, durch die wir uns handfeste Beweise erkaufen konnten, die die Alibis der Verdächtigten bestätigten (oder eben nicht). Schon bald stand fest,wer der Täter war und die Gruppen konnten ihre restlichen Kronkorken bei der Orga wieder abgeben, was mit in die Wertung einging. Zu Essen gab es Nudeln mit Tomaten- und Sahnesoße, schon bald danach begann der Bunte Abend. 3 unserer Sippen hatten Beiträge eingeübt, die sie aufführten. Danach gab es Tschai, und bald darauf gingen die meisten erschöpft vom anstrengendem Tag schon ins Bett. Es entwickelte sich trotzdem noch eine kleine Simgerrunde mit den Älteren und die meisten gingen erst ins Bett, als das Feuer schon heruntergebrannt war und es ihnen zu kalt wurde. Am nächsten Morgen stand nach dem Frühstück eine Andacht auf dem Programm, in der es um die Einzigartigkeit von jedem ging. Dabei bekam jede Gruppe ein Plakat, auf das es die Fingerabdrücke von allen stempeln konnte. Danach ging es direkt mit dem Abbau weiter, was relativ lange dauerte. Als der Reisebus am Lagerplatz angekommen war, folgte erst einmal ein kurzer Schockmoment: Statt 57 Plätzen gab es diesmal nur 51 Plätze im Bus. Doch wir machten alle Autos ganz voll und fragten noch bei anderen Stämmen nach Fahrgelegenheiten, so kamen am Ende doch alle wieder mit nach Nieder-Olm.

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